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CReATE International Conference: Kreative Köpfe und IT-Experten schaffen Synergien für Europas Kreativwirtschaft 12.10.2009
Anfang November trifft sich die europäische Kreativwirtschaft auf der CReATE-Konferenz in Turin. Zahlreiche Praxisbeispiele verdeutlichen dort, wie gerade der Mittelstand von IT-basierten Innovationen rund um Mobile-Web und nutzergenerierte Inhalte profitieren kann. Vor allem Unternehmen aus Baden-Württemberg zeigen eindrucksvoll die Zukunftstrends.
| Pons verschickte Schulhefte per Post an Blogger (Bild: www.oseon.com) |
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Hefte raus, Klassenarbeit: In diesen Tagen dürfte sich so manch erfolgreicher Unternehmer plötzlich wieder in seine Schulzeit zurück versetzt fühlen. Kein Wunder, macht der Stuttgarter Klett-Verlag zur Zeit doch mit einer ungewöhnlichen Social-Media-Aktion auf sich aufmerksam. Und schickt Journalisten, Blogger und PR-Fachleute wieder zurück auf die Schulbank. Beinahe zumindest.
Rund 100 Blogger hatte die zum Stuttgarter Schulbuchverlag gehörende Pons GmbH im Juli persönlich angeschrieben, um auf den Start der Online-Version der „Deutschen Rechtschreibung“ hinzuweisen. Auf dem Internet-Portal www.Pons.eu können Verbraucher seit Sommer nämlich nicht mehr nur ein kostenloses Online-Wörterbuch nutzen. Sondern erstmals auch völlig ohne Kosten im Online-Archiv von Pons recherchieren, wie die korrekte Schreibweise für deutsche Wörter lautet. |
| Pons-Referentin Anne Pelzer korrigierte Blog-Postings (Bild: www.oseon.com) |
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Pons-Verlag: Grüne Schulhefte für PR-Blogger und Journalisten
Um das neue Online-Angebot direkt in der Zielgruppe zu bewerben, hatte Pons nur Journalisten und PR-Fachleute kontaktiert, die einen eigenen Weblog betreiben. Presse-Referentin Anne Pelzer hatte aus jedem dieser Blogs dann mindestens einen Beitrag ausgedruckt und handschriftlich auf Fehler korrigiert. Diese Korrekturen landeten am Ende per Post in den Briefkästen der einzelnen Blogger.
Verpackt waren die mit roter Tinte auf Fehler korrigierten Blog-Beiträge in grüne Schulhefte. Jeweils mit dem Hinweis darauf, dass diese Fehler mit der neuen Online-Rechtschreibprüfung von Pons nicht passiert wären. Ziel dieser Social-Media-Aktion war, dass die Blogger daraufhin das Online-Angebot testen und mit ihrer Textexpertise dem Verlag qualifiziertes Feedback liefern.
„Wir wollten die direkte Zielgruppe ansprechen“, erklärt Pons-Presse-Referentin Anne Pelzer die Social-Media-Aktion. „Also haben wir die Menschen kontaktiert, die viel und oft online schreiben und die daher sicherlich alle schon mal nach der richtigen Schreibung eines Wortes gesucht haben.“
Zukunftstrends: Digital Distribution & nutzergenerierte Inhalte
Die Pons-Aktion zeigt stellvertretend auf, wie Unternehmen das Internet sinnvoll als Vertriebskanal nutzen können. So war die „Deutsche Rechtschreibung“ bislang nur in gedruckter Form als Lexikon verfügbar, wenn auch mit CD-ROM-Beilage. Die werbefinanzierte Online-Variante aber bietet nun schlichtweg den Vorteil, das Pons zeitnah auf das Feedback der eigenen Zielgruppe reagieren kann.
Internetnutzer können jetzt selbst neue Begriffe wie „twittern“ für einen Eintrag im Online-Lexikon vorschlagen. Einmal pro Woche scannt die Pons-Redaktion diese Einreichungen und nimmt dann wichtige Wörter in das Online-Archiv auf. Pons profitiert damit nicht nur vom Online-Vertrieb, über den sich das eigene Produkt kostengünstig verbreiten lässt. Sondern hält das Lexikon auch immer auf dem neuesten Stand, weil sich die Zielgruppe um Blogger und Journalisten selbst aktiv einbringen kann. Mit dem Vorteil, dass diese kostenlosen Teilzeitarbeiter von sich aus aktiv werden. |
| Auf der CreATE-Konferenz lädt Europas Kreativwirtschaft zum Stelldichein |
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Gipfeltreffen der europäischen Kreativwirtschaft
Um das Zukunftspotenzial von solchen nutzergenerierten Inhalten für den Mittelstand aufzuzeigen, referiert Pons' Presse-Referentin Anne Pelzer daher auch auf der kommenden CReATE-Konferenz. Schließlich sind Themen wie „Digital Distribution“ und „User-Producer-Interaction“ zentrale Forschungsfelder im EU-Projekt CReATE.
In dem im März 2008 gestarteten Projekt kooperieren internationale Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, um unter dem Motto „ICT Innvoations for Creative Industries“ gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kreativwirtschaft über IT-basierte Innovationen zu stärken.
Unter Leitung der MFG Baden Württemberg haben Vertreter aus den vier europäischen Regionen Rhone-Alpes (Frankreich) und Piemont (Italien) sowie West Midlands (Großbritannien) und eben Baden-Württemberg fünf Forschungsfelder für die europäische Kreativwirtschaft identifiziert.
Auf der kostenlosen CReATE-Konferenz am 4. und 5. November im italienischen Turin zeigen Referenten aus Baden-Württemberg daher nicht nur das Potenzial von nutzergenerierten Inhalten und digitaler Distribution auf. Vor dem Hintergrund der IT-Forschungsfelder „Visual and Interactive Experience“ sowie „Mobility and Interoperability“ spricht auch der aus Sindelfingen stammende Game-Designer Steffen Walz von der auf Games-Entwicklung spezialisierten sreee AG darüber, welches Potenzial gerade Location-Based Services für die Tourismuswirtschaft bieten. |
| REXplorer-Projekt: Mit GPS durch die Regensburger Altstadt (Bild:rexplorer) |
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REXplorer-Projekt: Sightseeing-Tour mit GPS und Handy
Mit prominenten Partnern wie Nokia und der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) hatte Walz für die Stadt Regensburg das Pilot-Projekt „REXplorer“ entwickelt. Im Projektzeitraum konnten Touristen mit einem mobilen Endgerät die historische Altstadt der Donau-City erkundigen. Sobald Nutzer an einer Sehenswürdigkeit vorbeikamen, aktivierte ein GPS-Signal das Gerät. Touristen mussten daraufhin eine Aufgabe lösen und einen bestimmten Punkt in der Altstadt aufsuchen.
Am Ziel angekommen bestand die Aufgabe darin, mit dem mobilen Endgerät eine bestimmte Geste auszuführen. Da das Gerät – wie die prominente Spielekonsole Nintendo Wii – Handbewegungen erkennen konnte, wurde die Aufgabe abschließend bewertet und mit Punkten benotet. Punktestände wurden anschließend in einem Sightseeing-Blog im Internet veröffentlicht, so dass sich Nutzer nach der Tour noch einmal ihre Route durch die Regensburger Altstadt in aller Ruhe anschauen konnten.
„Mit dem Persuasive Mobile Game REXplorer wollten wir in erster Linie jugendliche Touristen ansprechen, die normalerweise keine Lust auf eine klassische Stadtführung haben“, erzählt Game-Entwickler Walz. Und da das Pilotprojekt so gut ankam, soll es interaktive Stadtführungen nach dem Vorbild von REXplorer bald auch in Baden-Württemberg geben.
Matchmaking-Event am 4. November
Viel spricht jedenfalls dafür, dass der Grundstein für solche Hightech-Städtetrips bereits in Kürze gelegt wird. In Gesprächen mit möglichen Projektpartnern. Auf der kommenden CReATE-Konferenz, Anfang November in Turin.
Die beste Gelegenheit dazu haben Teilnehmer übrigens am ersten Konferenztag der Veranstaltung. Auf einem so genannten Matchmaking Event können sich Unternehmer und Kreative aus der europäischen ITK-Wirtschaft am Abend gemütlich austauschen, netzwerken und über mögliche Kooperationen sprechen.
Das Matchmaking-Event startet um 18 Uhr im Virtual Reality & Multi Media Park in Turin (Adresse: C.so Lombardia 190). In lockerer Atmosphäre erwartet die Teilnehmer neben einem Abendessen auch ein DJ-Set. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Online-Anmeldung vorab nötig unter http://www.lets-create.eu/matching_event.html.
Die Veranstalter stellen gerne den Kontakt zwischen teilnehmenden Unternehmen, Partner und Institutionen her. Anmeldeschluss für das Matchmaking-Event ist Mittwoch, 21. Oktober 2009.
Die CReATE International Conference ist eingebettet in die Piemonte Digital Creative Week, die Anfang November stattfindet. Neben der CreATE International Conference finden vor diesem Hintergrund auch andere Veranstaltungen statt: beispielsweise die View Conference mit dem Schwerpunktthema Computer Grafik vom 04. bis 07. November ebenfalls in Turin.
Ansprechpartnerin MFG Baden-Württemberg Martina Groeschel Projektleiterin Kreativwirtschaft / Cluster Visual Computing Email: groeschel@MFG.de Tel.: +49 711 90715 397
Autor: Stephan Randler |
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