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DMMK 2009: Neue Impulse von der digitalen Wirtschaft aus dem ewerk in Berlin
15.06.2009

 

Über 800 kreative Köpfe und Entscheider der digitalen Wirtschaft kamen zum Deutschen Multimedia Kongress (DMMK) 2009 nach Berlin. Als neue Kongress-Location bot das historische ewerk ausreichend Raum für die gestiegene Teilnehmerzahl. Einen Paradigmenwechsel in der Kommunikation beschrieben DDB-Kreativchef Amir Kassaei und Bestsellerautor Clay Shirky in ihren Keynotes zum Kongressauftakt. Unter dem Motto „MOVE!“ forderten weitere hochkarätige Referenten dazu auf, Chancen zu ergreifen, die smarte IT- und Kommunikationslösungen gerade in Krisenzeiten eröffnen.

 

Amir Kassaei forderte Relevanz und Orientierung (Bild: Sascha Baumann)
Im Berliner ewerk, Anfang der 90er Jahre Ursprungsort der internationalen Techno-Bewegung, haben sich am 9. Juni kreative Köpfe und Entscheider der digitalen Wirtschaft aus der ganzen Republik zum Deutschen Multimedia Kongress (DMMK) versammelt. Wo einst die DJ-Elite der Welt Massen in Bewegung brachte, diskutierten die Kongressteilnehmer unter dem Motto „MOVE!“, welche Impulse heute von der digitalen Branche ausgehen und wie Unternehmen aktuelle Trends für sich nutzen können – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Vor mehr als 800 Teilnehmern schilderten die Keynote-Speaker Clay Shirky und Amir Kassaei zum Kongressauftakt, welcher Paradigmenwechsel sich derzeit in der Mediennutzung und der Unternehmenskommunikation vollzieht. Clay Shirky, Internetvordenker und Autor des Bestsellers „Here Comes Everybody", hob vor allem die neue Macht der Konsumenten hervor, die sich online organisieren. Er machte deutlich, welche Gestaltungskraft ad-hoc gebildete Gruppen besitzen, wie sie große Aufgaben bewältigen und bewährte Geschäftsmodelle ins Wanken bringen. Amir Kassaei, Kreativchef der DDB Group Germany, mahnte, die Zeiten seien vorbei, in denen das lautstarke Werben um Aufmerksamkeit Erfolg verspräche. Er forderte die Unternehmen auf, ihre Kunden nicht mit Eigenlob zu belästigen, sondern ihnen relevante Inhalte und Orientierung zu bieten.

 

Philipp Welte, Vorstand Hubert Burda Media, auf dem Podium (Bild: textbar)
Vordenker und Meinungsführer auf dem Podium

Neben Kassaei und Shirky kamen zahlreiche weitere prominente Meinungsführer zum DMMK, um Einblicke in ihre Denkweise zu geben, darunter Burda-Vorstand Philipp Welte, Internet-Urgestein Ossi Urchs, sevenload-CEO Axel Schmiegelow, Coca-Cola Marketingleiter Thomas Gries und Sven Dörrenbächer, Senior Manager Media Management Mercedes-Benz Cars. Als Leitkongress der Digitalen Wirtschaft profiliert sich der DMMK vor allem durch seine hochkarätigen Referenten und die treffsichere Auswahl brandaktueller Themen. Für die Qualität des Programms und die Relevanz der Themen spricht, dass die Workshops am Vortag (8. Juni) wie auch die Vortragsreihen des Hauptkongresses (am 9. Juni) trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds komplett ausgebucht waren.

Neben den Kongressteilnehmern in Berlin war in diesem Jahr die gesamte Web-Community eingeladen, mit den Referenten zu diskutieren. zaplive.tv, Medienpartner des DMMK, streamte sämtliche Vorträge live ins Web. Per Online-Chat, Live-Blog und Twitter konnte jedermann seine Fragen und Kommentare einbringen. Die starke Resonanz vor Ort und im Web hat die MFG Baden-Württemberg als Veranstalter und den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) als Partner in der Überzeugung bestätigt, dass die digitale Wirtschaft in der aktuellen Rezession als Impulsgeber besonders gefragt ist. Der DMMK hat gezeigt: „Gute Ideen und smarte Technologien sind Treiber der Innovationen, mit denen Unternehmen in der Krise bestehen“, so MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis. Und die Prognose von BVDW-Präsident Arndt Groth lautet: „Online wird nach der Wirtschaftskrise stärker sein als zuvor“.

 

Platin-Sponsor NOLTE&LAUTH lud auf die Galerie ein (Bild: textbar)
Das erweiterte Platzangebot wurde nicht nur der größeren Teilnehmerzahl gerecht, sondern ermöglichte auch neue Präsentationsformen und Veranstaltungsformate. Auf der Galerie sowie im Freigelände des eWerks luden die Sponsoren des DMMK zum Gespräch ein. „Wir sind hier präsent, weil der DMMK eine ideale Plattform ist, um sich mit kreativen Köpfen und Entscheidern aus der digitalen Wirtschaft intensiv auszutauschen“, sagte Stefan Bessing vom Branchenprimus und Premium-Sponsor T-Systems Multimedia Solutions.

Da tief greifende Veränderungen nicht immer mit großen Visionen beginnen, sondern oft mit kleinen Ideen, die wachsen und gedeihen, boten die Veranstalter in diesem Jahr innovativen Start-Ups ein eigenes Forum. Im „Innovation Hub“ konnten sie am Rande des Kongressgeschehens ihre Ideen und Geschäftsmodelle in entspannter Lounge-Atmosphäre dem Fachpublikum vorstellen.

 

Strahlende Sieger beim Deutschen Multimedia Award (Bild: textbar)
Deutscher Multimedia Award begehrter denn je

Am Abend des 9. Juni ging der DMMK 2009 mit der festlichen Verleihung des renommierten Deutschen Multimedia Awards (DMMA) zu Ende. Bereits vor der Ausschreibung des diesjährigen Wettbewerbs war bekannt geworden, dass führende Kreativrankings den DMMA fortan stärker gewichten – eine Aufwertung, die der Qualität der Einreichungen und dem hohen Anspruch der hochkarätig besetzten Jury Rechnung trägt. Für Agenturen, die ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen wollen, gewinnt der DMMA damit noch größere Bedeutung. Entsprechend hoch war die Spannung im eWerk, bevor „Ehrensenf“-Moderatorin Christine Henning gemeinsam mit den Laudatoren die Gewinner in den insgesamt zehn Wettbewerbskategorien bekannt gab. Die deutlich verschärften Kriterien des diesjährigen Wettbewerbs machten sich unter anderem darin bemerkbar, dass nur vier Gold-Awards verliehen wurden.

Einen DMMA in Gold sicherte sich Grimm Gallun Holtappels in der Kategorie Microsites für die Einreichung „Entdecke Deine Traumküche von Z bis A“ (Ikea Deutschland). Die beiden Gold-Auszeichnungen in der Kategorie Interactive Campaigns gingen an Kolle Rebbe für das Projekt „23 Tage. Das YouTube-Fantagebuch.“ (Google Germany) und an Aperto für die Arbeit „Studieren in Fernost“ (Hochschulinitiative Neue Bundesländer). Der vierte Award in Gold ging an OgilvyInteractive worlwide in der Kategorie E-Mail für „Pro Asyl ‚60 Jahre Menschenrechte” (Förderverein Pro Asyl). Insgesamt wurden in diesem Jahr 300 Arbeiten eingereicht, von denen es 51 auf die Shortlist schafften. 19 Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze wurden vergeben. Ausführlich vorgestellt werden alle Gewinner und Nominierten im DMMA-Jahrbuch „Interaktive Trends 2009/2010“, das im Herbst diesen Jahres herauskommt.

Wer bei der Preisverleihung und dem Kongress am 9. Juni nicht live dabei sein konnte, kann die von very.tv produzierten Interviews und Dokumentationen rund um den DMMK in Kürze auf dem WebTV-Kanal www.sevenload.com/dmmk abrufen.

Autorin: Silva Schleider

 




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Deutscher Multimedia Kongress – DMMK
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Deutscher Multimedia Award – DMMA
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