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Mit Bingo Voting zum Erfolg 27.10.2008
Wissenschaftler der Universität Karlsruhe erhalten Deutschen IT-Sicherheitspreis.
Der von der Horst Görtz Stiftung ausgeschriebene Deutsche IT-Sicherheitspreis wurde am 24. Oktober 2008 feierlich in Darmstadt verliehen. Insgesamt wurden bei der Verleihung 200.000 Euro Preisgelder an drei Preisträger vergeben.
Der mit 100.000 Euro dotierte erste Preis wurde an das Nachwuchswissenschaftler-Team Michael Bär, Jens-Matthias Bohli, Christian Henrich, Dr. Jörn Müller-Quade, Stefan Röhrich und Carmen Stüber vom Europäischen Institut für Systemsicherheit (E.I.S.S.) an der Universität Karlsruhe (TH) für ihr Projekt „Bingo Voting – Verifizierbare Wahlen mit Wahlmaschinen“ verliehen. Bei dem elektronischen Wahlverfahren kann der Wähler sicher überprüfen, ob seine eigene Stimme korrekt gezählt wurde. Bingo Voting bietet nicht nur eine schnellere Auszählung und einfache Bedienbarkeit, der größte Vorteil gegenüber anderen Wahlverfahren ist die nachweisbare Korrektheit des Wahlergebnisses.
Mit dem mit 60.000 Euro dotierten zweiten Preis wurden Prof. Dr. Johannes Buchmann und Erik Dahmen vom Fachgebiet Theoretische Informatik an der TU Darmstadt für das Projekt „Zukunftssichere digitale Signaturen – FutureSign“ geehrt. Den dritten Preis teilen sich der Bonner Entwickler Andreas Schuster und Prof. Dr. Dieter Bartmann vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II der Universität Regensburg und erhalten je 20.000 Euro. Schuster hat in seinem Projekt „PTFinder und PoolFinder – Identifikation von Prozessen und anderen Objekten des Microsoft Windows-Betriebssystemkerns in Arbeitsspeicherabbildern“ Tools entwickelt, die schädliche Codes im Betriebssystem von Windows-PCs aufspüren. Das von Prof. Dr. Dieter Bartmann, Informatiker an der Universität Regensburg, entwickelte Tippverhaltensbiometrie-Tool „Psylock“ erkennt Computerbenutzer anhand der Art und Weise, wie sie die Tastatur bedienen. Ihr Tippverhalten kann so als Passwortersatz dienen.
Der Deutsche IT-Sicherheitspreis wurde 2006 in Bochum zum ersten Mal vergeben und wird alle zwei Jahre verliehen. Insgesamt waren 50 Beiträge eingesandt worden. Das Preisgeld ist nicht an spezielle Projekte gebunden, doch sollen die Prämierten das Preisgeld für Forschung und Entwicklung einsetzen.
Quelle: Technische Universität Darmstadt |
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