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Wegweisend in Europa: Studium im Bereich IT, Medien und Kommunikation
Das Studienangebot der Hochschulen in Baden-Württemberg ist innovativ, zukunftsweisend und in seiner Vielfalt einzigartig in Europa. Die Studierenden haben die Wahl zwischen Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen sowie Berufsakademien mit jeweils unterschiedlichen Fächerprofilen. Studiengänge in den Fachbereichen Informationstechnologien, Medien- oder Kommunikationswissenschaften finden sich an allen Hochschulen des Landes. Insgesamt werden in diesen Fachbereichen mehr als 220 Studiengänge angeboten. Dabei gliedert sich das Angebot in grundständige Studiengänge zum Erwerb einer beruflichen Qualifikation sowie Aufbaustudiengänge, die ein Erststudium voraussetzen. Derzeit läuft an allen Hochschulen und Berufsakademien des Landes die Umstellung vom Diplom-Abschluss auf die international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüsse. Diese grundlegende Studienreform wird bis zum Jahr 2010 abgeschlossen sein.
Studienangebote an Universitäten
Informationstechnologien, Informatik und Computerwissenschaften sind ein fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms an allen neun Landesuniversitäten. Führend im Bereich Informatik sind nach dem Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) die Universität Karlsruhe, die im Zuge der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder das Prädikat „Eliteuni“ erhielt, sowie die Universität Stuttgart. An der Universität Konstanz, ebenfalls als Eliteuniversität ausgezeichnet, erfahren Computerbegeisterte im Studiengang „Information Engineering“ alles über Rechner und informationsverarbeitende Systeme. Bekannt und begehrt sind die 74 Plätze im Studiengang Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim, in dessen Mittelpunkt die Arbeitsweise und Wirkung der Massenmedien stehen. In Stuttgart-Hohenheim gibt es auch einen auf vier Semester angelegten Aufbaustudiengang Journalistik, der in kompakter Form für Berufe in den Printmedien, im Rundfunk und im Online-Journalismus qualifiziert und Modellcharakter hat.
| Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart |
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Praxisorientierte Fachhochschulen
Die Verbindung von wissenschaftlicher Lehre und einem hohen Maß an Praxisorientierung charakterisiert die Ausbildung an den 23 Fachhochschulen im Land, von denen 17 auch Studiengänge im Bereich IT, Medien und Kommunikation anbieten. Das wohl umfassendste Spektrum findet man an der Hochschule der Medien in Stuttgart mit 13 Bachelor- und sieben Masterstudiengängen. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Druck und Medien, Electronic Media sowie Information und Kommunikation. Angehende Technische Redakteure finden an der Hochschule Aalen einen passenden Studiengang, in Offenburg kann man Medientechnik studieren. Mediendesigner werden an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd ausgebildet, und auf PR-Interessierte wartet ein Zertifikatsstudiengang an der Hochschule Pforzheim.
Eine der renommiertesten Ausbildungsstätten für Film und Medien in Deutschland ist die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, die mit ihrem projektorientierten Lehrkonzept und 300 Gastdozenten pro Jahr auch international einen exzellenten Ruf genießt. Die Filmakademie verfügt über ein eigenes Institut für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion und ist Sitz einer deutsch-französischen Masterclass Ludwigsburg/Paris. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Filmakademie wurde im Herbst 2008 die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, kurz Theaterakademie, eröffnet. Ausbildungsgänge rund um die Themen Musikdesign, Musikmanagement und Musikpädagogik bietet die Popakademie in Mannheim.
Auf Medieninformatik ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Furtwangen ausgerichtet, dort werden auch die Bachelor Studiengänge Computer Engineering und Computer Networking sowie mehrere IT- und medienwissenschaftliche Masterstudiengänge angeboten. IT-Anwendungen in der Medizin thematisieren die Hochschulen Heilbronn und Ulm. An der Hochschule Karlsruhe kann man sich mit Informatik und Multimedia und an der Hochschule für Technik in Stuttgart mit Software-Technologien befassen. |
Besonderheit Berufsakademie
Eine inzwischen viel kopierte Besonderheit ist die Berufsakademie Baden-Württemberg mit ihren insgesamt acht Standorten und 20.000 Studierenden. Ihr Ausbildungskonzept basiert auf der Verbindung von Studium und praktischer Ausbildung in einem Unternehmen. So bietet zum Beispiel die Berufsakademie Heidenheim einen Studiengang Informationsmanagement mit den Vertiefungsrichtungen Industrie und Medizin. Auf der Liste der Kooperationspartner finden sich bekannte Firmen wie Carl Zeiss, Voith oder Intel sowie zahlreiche Kliniken. Europaweit einmalig ist der Online-Masterstudiengang „Intelligente eingebettete Mikrosysteme“, den die Berufsakademie Lörrach in Kooperation mit der Universität Freiburg anbietet. Er richtet sich an berufstätige Absolventen aus den Bereichen Informatik, Mikrosystemtechnik und Elektrotechnik und orientiert sich konsequent an der industriellen Praxis.
Komplettiert wird das Angebot durch eine Vielzahl an Hochschulen in privater Trägerschaft. Beispielhaft genannt sei die Europäische Medien- und Event-Akademie, an der man von Planungsfragen bis zur Laserschau alles zum Thema Veranstaltungsmanagement lernen kann. An der SRH Hochschule Calw kann man Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Medien und unternehmerische Kommunikation sowie Verbraucherjournalismus studieren. Und die bundesweit einzige Gestaltungshochschule mit Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat, die Stuttgarter Merz Akademie, bietet einen Bachelorstudiengang Gestaltung, Kunst und Medien mit den Richtungen Film und Video, Interface Design und Visuelle Kommunikation. |
Vorreiter in Sachen E-Teaching
Baden-Württemberg punktet jedoch nicht nur mit einem breit gefächerten Lehrangebot in den IT-, Medien- und Kommunikationswissenschaften, sondern misst auch deren Umsetzung in mobilen und virtuellen Lernumgebungen eine große Bedeutung zu. Wegweisend ist dabei das Informationsnetz „Virtuelle Hochschule Baden-Württemberg“, eine web-basierte zentrale Informations- und Kommunikationsplattform für E-Teaching-Angebote. Dort kann über Benchmarking oder Informationsaustausch mit Hilfe von Web 2.0-Funktionalitäten auf Erfahrungen anderer E-Teacher zugegriffen werden. Die Erfahrungen und Ergebnisse dieser Initiative stellen wesentliche Grundlagen für den Einsatz neuer Medien in Bildung und Lehre der baden-württembergischen Hochschulen dar. |
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