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Ausbildung in der IT- und Medienbranche
Die IT- und Medienbranche in Baden-Württemberg bietet eine immer breitere Auswahl an attraktiven Ausbildungsberufen. Neben der akademischen Ausbildung, die in einem separaten Kapitel behandelt wird, gibt es die Möglichkeiten einer Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf sowie schulische Ausbildungen an Berufsfachschulen oder an einem Berufskolleg. Ebenfalls werden branchengeregelte Ausbildungen wie Volontariate oder Traineeprogramme für Hochschulabsolventen angeboten.
| Multimediatag in der Schule |
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Medienoffensive Schule
Die Grundlagen einer IT- und Medienausbildung werden in Baden-Württemberg durch die „Medienoffensive Schule“ festgelegt. Vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg initiiert, trägt die Offensive dazu bei, dass in allen weiterführenden Schulen ein sinnvoller und fächerintegrativer Einsatz neuer Medien verankert wird und die Schüler schrittweise an moderne Medien herangeführt werden sollen. Die Neuen Medien werden in den Schulen zu einem jederzeit verfügbaren Werkzeug für den Unterricht. Die Schulen können dadurch technisches Handhabungswissen und Basiskompetenzen im Umgang mit neuen Techniken vermitteln und so die Medienkompetenz der Schüler stärken.
Anerkannte Ausbildungsberufe
Die duale Berufsausbildung erfolgt in einem Ausbildungsbetrieb und einer Berufsschule und dauert in der Regel drei Jahre. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung durch die zuständige Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Die Lehrinhalte sind per Gesetz geregelt und die Ausbildungsabschlüsse sind im gesamten Bundesgebiet staatlich anerkannt. Es bestehen keine schulischen Zugangsvoraussetzungen für eine duale Berufsausbildung. In der Praxis zeigt sich aber vermehrt, dass die Ausbildungsbetriebe im Bereich Medien und IT häufig ein Fachabitur oder Abitur erwarten. Bei handwerklich orientierten Berufen sind die Chancen, mit Real- oder Hauptschulabschluss einen Ausbildungsplatz zu erhalten, wesentlich höher. |
Verschiedene Ausbildungsschwerpunkte
Entsprechend dem Ausbildungsschwerpunkt können kaufmännische, gestalterische und technische Ausbildungsberufe unterschieden werden. Folgende kaufmännische Ausbildungsberufe gibt es im IT- und Medienbereich: Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste, Kaufmann für audiovisuelle Medien, IT-Systemkaufmann, Informatikkaufmann, Verlagskaufmann, Werbekaufmann und Medienkaufmann. Im schöpferisch- kreativen Bereich ist eine Ausbildung als Mediengestalter für Bild und Ton oder Digital- und Printmedien, als Film- und Videoeditor und Fotograf möglich. Daneben gibt es zahlreiche technische Ausbildungsberufe, zum Beispiel Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker, Buchbinder, Drucker und Kommunikationselektroniker.
Ausbildung an einem Berufskolleg
IT- und Medienausbildungen an einem Berufskolleg kommen für Berufe mit höheren fachtheoretischen Anforderungen in Frage. Wer über einen mittleren Bildungsabschluss verfügt, erhält am Berufskolleg eine berufliche Ausbildung und eine erweiterte allgemeine Bildung für Tätigkeiten, die stetig neuen technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen unterliegen. Das Land verfügt über Berufskollegien für Technik und Medien, Technische Kommunikation, Grafik-Design sowie Informatik und bietet in den kaufmännischen Berufskollegs Bürokommunikation, Fremdsprachen, Wirtschaft und Datenverarbeitung sowie Wirtschaftsinformatik an. Im ein- bis dreijährigen Unterricht wird eine qualifizierte, praxisorientierte Berufsausbildung vermittelt, die mit einer bundesweit anerkannten, staatlichen Abschlussprüfung endet. |
| Mediengestaltung für Printmedien beim Burda Verlag |
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Branchengeregelte Ausbildungen
In den Bereichen Journalismus, Kommunikation und Medien gibt es bislang nur vereinzelt staatliche Ausbildungsrichtlinien. Ausbildungswege werden häufig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart, ohne dass es zu einer gesetzlichen Anerkennung der Berufsbilder kommt. Eine weit verbreitete Ausbildungsform, vor allem für den Berufseinstieg im journalistischen Bereich, ist das Volontariat. Ein Volontariat dauert je nach Vorbildung zwischen 12 und 24 Monaten und hat sich in der Praxis vor allem im Bereich der Print- und Onlinemedien, aber auch bei PR-Agenturen und Fernsehsendern etabliert. Allerdings gibt es nach wie vor keine gesetzliche Ausbildungsnorm und lediglich das Volontariat bei Zeitungen, Zeitschriften und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist tarifvertraglich geregelt. Voraussetzung um an einen der begehrten (Volontariats-)Ausbildungsplätze zu kommen, ist meist das Abitur und zunehmend auch ein Studium mit qualifizierter Vorbildung sowie eine praktische redaktionelle Tätigkeit. |
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